Cannabis als Medikament sicher


Freizeitgebrauch birgt hohes Risiko
Cannabis als Medikament sicher
Miss Nuchwara Tongri/Shutterstock.com
Cannabis enthält die Wirkstoffe THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).

Cannabis wird in der Medizin zur Therapie schwerkranker Menschen eingesetzt. Doch Experten warnen vor dem falschen Rückschluss, dass die Droge deshalb harmlos sei oder gar gesundheitsfördernde Wirkung habe.

Behandlung von Schwerkranken mit Cannabis

Cannabis ist vor allem eine Option bei Schmerzen oder Bewegungsstörungen, wenn die Behandlung mit anderen Medikamenten nicht wirksam war, und soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Der Psychiater Prof. Andreas Heinz ergänzt: „Neben neuropathischen und spastischen Schmerzen können Cannabis-Medikamente auch bei Appetitlosigkeit, Abmagerung und Schlafstörungen eingesetzt werden – sofern Standardtherapien ausgeschöpft sind.“

Freizeitgebrauch von Cannabis birgt Risiken

Der Freizeitgebrauch von Cannabis ist illegal. Cannabis hat das Potenzial, abhängig zu machen und es drohen psychische Folgeerkrankungen: Kinder und Jugendliche, die regelmäßig Cannabis konsumieren, erkranken sechs- bis siebenmal häufiger an Angststörungen, Depressionen oder Psychosen als Gleichaltrige ohne Drogenkonsum. Darüber hinaus beeinträchtigt Cannabis die kognitive und soziale Entwicklung der jungen Erwachsenen. Besonders risikoreich ist Cannabis auch während der Schwangerschaft: Die Droge hemmt die Gehirnentwicklung, das Längenwachstum und das Gewicht des Ungeborenen. Darüber hinaus erhöht sie das Risiko von Komplikationen währen der Geburt.

In Deutschland konsumieren etwa 4,5 Prozent der Erwachsenen Cannabis innerhalb eines Jahres. Bei etwa 4 Prozent der jungen Erwachsenen handelt es sich um regelmäßigen Konsum. Jeder 10. Konsument der Droge entwickelt eine Abhängigkeit und in Deutschland ist Cannabis der häufigste Grund für eine erste Drogentherapie.

Im Unterschied zum Freizeitgebrauch werden in der medizinischen Therapie ausschließlich Fertigarzneimittel sowie medizinische Cannabisblüten oder -extrakte in gesicherter Qualität eingesetzt. Heinz betont: „In Apotheken erhältliche, vom Arzt verschriebene Arzneimittel sind eindeutig identifizierbar und werden über ihren THC (Tetrahydrocannabinol)- und Cannabidiol-Gehalt definiert. Produkte, die auf dem Schwarzmarkt erworben werden, sind hingegen mit großen Unsicherheiten für den Konsumenten behaftet, weil Wirkstoffkonzentrationen völlig unklar sind und auch […] andere Zusatzstoffe beigemischt sein können.“ Cannabis wird zudem im Freizeitgebrauch häufig geraucht, wovon Experten in der medizinischen Anwendung explizit abraten: Durch Verbrennungsprodukte oder Tabakbeimischungen ist das gesundheitliche Risiko zusätzlich erhöht.

Quellen:

Unser starker Partner

Unsere Kundenkarte

zur Reservierung

News

Warzen – klein, robust, ansteckend
Warzen – klein, robust, ansteckend

Erfolgreich vorbeugen und behandeln

Über 30 Prozent aller Kinder zwischen vier und zwölf Jahren haben Warzen. Was macht die heimtückischen Hautwucherungen ansteckend und wie beugt man ihnen vor?   mehr

Die richtigen Helfer bei Erektionsstörungen
Die richtigen Helfer bei Erektionsstörungen

Wieder mehr Spaß im Bett

Was tun, wenn´s im Bett nicht klappt, weil der Penis seinen Dienst versagt? Er nicht mehr steif genug wird oder die Erektion nicht ausreichend lange anhält? Dieser Albtraum namens „erektile Dysfunktion“ trifft viele Männer, und manche haben sogar schon in jungen Jahren damit zu kämpfen. Doch der Gang zum Arzt fällt häufig schwer, und so manch ein Betroffener möchte deshalb lieber ein Potenzmittel aus dem Internet probieren. Lesen Sie, warum das keine gute Idee ist und wie Ihnen Arzt und Apotheker besser helfen können, das Übel kraftvoll an der Wurzel zu packen.   mehr

Trampolinspringen? Aber sicher!
Trampolinspringen? Aber sicher!

7 Regeln für gesunden Hüpfspaß

Wenn es draußen warm wird, startet in vielen Gärten wieder die Trampolin-Saison. Doch die Hüpferei ist durchaus verletzungsträchtig. Nun haben 2 Unfallchirurgen 7 Regeln für unfallfreies Trampolinspringen zusammengetragen.   mehr

Hirnstimulation hilft langfristig
Hirnstimulation hilft langfristig

Bei schwerster Depression

Für Menschen, die unter schwersten, bisher nicht behandelbaren Depressionen leiden, gibt es jetzt einen Hoffnungsschimmer: In einer aktuellen Studie konnte ein eingepflanzter Hirnstimulator betroffene Patienten von ihrer schweren Depression befreien.   mehr

Mit Babys altersgemäß sprechen
Mit Babys altersgemäß sprechen

Die geistige Entwicklung fördern

Dreijährige aus besser situierten Familien haben einen doppelt so großen Wortschatz wie sozial benachteiligte Kinder. Dabei kommt es gar nicht auf das Geld an. Kinder brauchen für ihre geistige Entwicklung vor allem Eltern, die auf sie eingehen und altersgemäß mit ihnen sprechen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Apotheke Handewitt e.K.
Inhaber Volker Andresen
Telefon 04608/ 10 44
Fax 04608/16 44
E-Mail info@apotheke-handewitt.de