powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten & Therapie » Orthopädie und Unfallmedizin » Wirbelsäule, Brustkorb und Bauch

Wirbelsäuleninfektionen



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Wirbelsäuleninfektionen: Entzündungen der Wirbelkörper (Spondylitis) und der Bandscheiben (Spondylodiszitis), meist durch Bakterien ausgelöst. Je nach Ausdehnung der Infektion reicht die Therapie von mehrwöchiger, antibiotischer Behandlung im Krankenhaus bis zur Operation. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose gut, insbesondere bei Kindern.

Die Erkrankung

In Entwicklungsländern hat eine Infektion der Wirbelsäule meist eine Tuberkulose zur Ursache. Dagegen entsteht sie in Industrienationen typischerweise als Folge einer unbemerkten Blutvergiftung, seltener auch nach Verletzungen oder Eingriffen an der Wirbelsäule. Besonderes gefährdet sind Menschen mit Diabetes, Alkoholabhängigkeit, Mangelernährung und langfristiger Behandlung mit Kortisonpräparaten oder Zytostatika. Die Entzündung zerstört die Bandscheibe und/oder den Wirbel und greift oft auf benachbarte Weichteilgewebe über. Sie führt zu nächtlichen Ruheschmerzen, die sich durch Liegen nicht bessern. Oft leiden die Patienten unter Fieber, Schüttelfrost und einem allgemeinen Krankheitsgefühl, längerfristig unter deutlichem Gewichtsverlust. Ohne Behandlung führt die lokale Zerstörung der Wirbelsäule häufig zu Knickbildungen in der Wirbelsäule und langfristig zu Lähmungen. Bei weit fortgeschrittener Erkrankung breitet sich die Infektion gelegentlich in den Brust- oder Bauchraum oder das Rückenmark aus.

Weisen die Beschwerden auf eine Infektion der Wirbelsäule hin, sucht der Arzt zunächst im Blut nach Entzündungszeichen, bei Fieber zusätzlich nach Bakterien. Kernspin und Knochenszintigrafie machen die Entzündungs- und Zerstörungsprozesse im Knochen und den Weichteilen sichtbar. Selten ist zur Diagnosesicherung eine Gewebeentnahme (Biopsie) erforderlich.

Die Therapie beginnt in der Klinik. Dort erhält der Patient während einer zwei- bis vierwöchigen Bettruhe eine Infusionsbehandlung mit hoch dosierten Antibiotika. Eine anschließende ambulante Behandlung mit Tabletten ist so lange erforderlich, bis die Entzündungswerte im Blut wieder normal sind – in der Regel dauert dies mehrere Monate. Meist heilt die Infektion ohne bleibende Schäden aus. Wenn die antibiotische Therapie jedoch keine ausreichende Wirkung zeigt, Abszesse in benachbarten Weichteilen entstehen oder die Wirbelsäule ihre Stabilität verliert, wird die Infektion operativ behandelt. Dabei entfernt der Arzt das kranke Gewebe, spült den Eiter aus und versteift im Bedarfsfall die zerstörten Wirbelsäulenabschnitte (Spondylodese).


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Siegfried Locher | zuletzt geändert am 01.04.2016 um 10:19


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:30 bis 18:30
    Sa
    08:30 bis 13:00

notdienste

Unser starker Partner:

News

Entlassrezept hilft Klinikpatienten

Seit dem 1. Oktober können Krankenhauspatienten bereits bei ihrer Entlassung ein Rezept für benötigte... mehr

Herzinfarkt gut überstehen

Um einen Herzinfarkt gut zu überstehen, braucht es zweierlei: eine möglichst frühe Versorgung durch den... mehr

Gehirnerschütterung ernst nehmen

Eine Gehirnerschütterung macht sich nicht immer direkt als solche bemerkbar. Wonach Betroffene Ausschau... mehr

Nächtliches Asthma: Was tun?

Nächtliche Hustenanfälle sind für Asthma-Patienten besonders belastend. Lässt sich der potenzielle... mehr

Wachstumsschmerzen bei Kindern

Wachstumsschmerzen können unangenehm sein, sind in der Regel aber harmlos. Dennoch kann es sinnvoll sein,... mehr

ApothekenApp

Die Apotheke Handewitt e.K. auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "24983" und "Apotheke Handewitt e.K." eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der Apotheke Handewitt e.K. – die Apotheke für unterwegs.