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Hypophysenadenome



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Hypophysenadenome: Gutartige Tumoren, die zur Mehrausschüttung eines oder mehrerer Hormone des Hypophysenvorderlappens (= vorderer Teil der Hirnanhangsdrüse) führen. Die Beschwerden hängen stark davon ab, welche Hormone übermäßig gebildet werden.

Die Prognose ist gut, eine Heilung möglich. Ist der Tumor abgegrenzt und kann vollständig entfernt werden, ist die Erkrankung sogar heilbar.

Die Erkrankung

Häufigstes Hypophysenadenomist das Prolaktinom, das eine vermehrte Ausschüttung von Prolaktin bewirkt, was bei Frauen zu Zyklusstörungen, Sterilität (Unfruchtbarkeit), Brustwachstum und Milchfluss führen kann. Männer sind häufig sexuell desinteressiert, selten kommt es zur Brustvergrößerung oder zu Brustschmerzen. Drückt der Tumor durch zunehmendes Wachstum auf den benachbarten Sehnerv, kann es zu Sehstörungen (Gesichtsfeldausfällen) kommen.

 

Eine Überproduktion des Wachstumshormons Somatotropin (somatotropes Hormon, STH) bewirkt bei Kindern vor Abschluss des Skelettwachstums Riesenwuchs (Gigantismus), bei Erwachsenen vergrößerte Hände, Füße, Nase, Kinn, Lippen oder Zunge. Diese Erkrankung wird als Akromegalie bezeichnet, bei der manchmal auch innere Organe vergrößert sind.

Drückt der Tumor auf gesundes Hypophysengewebe, kommt es manchmal neben der Überfunktion einzelner Hormone auch zur Unterfunktion der Hypophyse.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Die im Verdacht stehenden Hormone werden im Blut bestimmt und die Tumoren mit CT oder Kernspin gesucht. Neben der Hormonbestimmung im Blut müssen bei Verdacht auf Wachstumshormon produzierende Tumoren auch Provokationstests durchgeführt werden (Glukosebelastungstest). Nach der Gabe von Glukose fällt der Blutspiegel des Wachstumshormons. Dieser messbare Abfall bleibt bei einer Überproduktion von Wachstumshormon (z. B. durch einen Tumor) aus.

Behandlung. Ziel ist es, den gutartigen Tumor zu entfernen. Ist der Tumor für eine komplette Entfernung zu groß oder nur schwer vom benachbarten Gewebe abgrenzbar, so versucht der Arzt, Wachstumshormon produzierende Tumoren vor der Operation medikamentös mit Octreotid (Sandostatin®) zu verkleinern. Ist eine Operation nicht durchführbar, wird dieses Medikament zur Behandlung der Akromegalie eingesetzt. Falls auch Octreotid nicht wirksam ist, ist als neues Medikament der Wachstumsrezeptor-Antagonist Pegvisomant (Somavert®) verfügbar, der die Ausschüttung des Wachstumshormons hemmt.

Ähnlich verhält es sich beim Prolaktinom. Hier kommen Bromocriptin, Lisurid, Quinagolid oder Cabergolin zum Einsatz.

Bei nicht durchführbarer Operation und erfolgloser medikamentöser Therapie kommt eine Strahlentherapie zur Tumorverkleinerung in Betracht.


Von: gesundheit-heute.de; Kristine Raether-Buscham, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 17.08.2016 um 16:07


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